Ich mag was ich tue. So ziemlich alles, bis auf ganz, ganz wenige Dinge. Bekanntermaßen vermisst man Sachen erst dann, wenn sie nicht mehr da sind. Dieses Bewusstsein wuchs vor 12 Jahren noch mehr, als mir mein grandioser Doc nach einer OP verkündete, meine Hirnhautentzündung “bei der Gelegenheit” auch gleich behandelt zu haben. Die vermisse ich tatsächlich nicht. Was ich damit eigentlich sagen möchte ist, dass ich jede echte Begegnung, jedes echte Gespräch, all das was ich tue und das, was daraus entsteht, unendlich wertschätze. Seit dieser Zeit noch mehr.

War alles ein bisschen schwierig in diesem Jahr. Zu wenige Kontakte, zu wenig Leben. Davon wollte ich mich nicht herunterziehen lassen, wenngleich ich fotografisch eine Enttäuschung einstecken musste. Die trübt meine Freude über die vielen, unerwarteten und wunderschönen Begegnungen keinesfalls. Ich bin unendlich glücklich und erfüllt mit diesem Jahr. Fotografieren in einer schicken Bar, in meinem Atelier mit Frauen, die nicht alle kameraerprobt sind, sich auf mich eingelassen hatten.

Eines vieler schöner Treffen mit Anita in Mainz. Zwei weitere wunderschöne Shootings folgten in einer tollen Villa in Mühlheim an der Ruhr und in Brüssel. Inspirierende Treffen mit für mich wertvollen Bildern sind in Basel und Paris entstanden. Elif war ganz wunderbar und ich werde von den Erlebnissen zehren und mich auf Wiederbegegnungen freuen. Hier in Speyer mit Olga eine tolle Serie. Nicht die einzige hier, ich möchte nicht missverstanden werden. Hannover, Berlin und Warnemünde waren weitere Orte, wo ich mit interessanten Frauen fotografieren durfte.

Überhaupt. Es sind nicht “nur” die Bilder. Sich zwei, drei Stunden treffen oder gar ein, zwei Tage unterwegs sein, bedeutet ja nicht, dass nur fotografiert wird. Die Bilder entstehen nur, wenn die Zeit dazwischen wertvoll ist.

Planen. Dieses Jahr hätte ich so nicht planen können und erwartet hätte ich all das nicht.

Ich habe eine ziemlich klare Vorstellung von dem, was ich fotografieren möchte. Nicht immer bis ins Detail, wie auch? Die Stimmung, die Atmosphäre ist in mir drin. Das weiß ich jetzt. Und, ich möchte konzeptioneller fotografieren, denn es entstehen andere Bilder. Für mich ist das sehr, sehr wertvoll und ich nehme diese Erfahrungen ins nächste Jahr mit. Wenngleich die klassischen Portraits immer ein wichtiger Teil meiner Fotografie sein werden.

Dankeschön. Vielen Dank. Wenn ihr mögt, schaut euch die Bilder an.

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